Förderprogrammm CO₂-Differenzverträge
CO₂-Differenzverträge (ehemals Klimaschutzverträge) sind ein Förderinstrument des deutschen Staates, das Risiken bei dem klimafreundlichen Umbau von Produktionsanlagen senken soll. Entstehende Mehrkosten wie Investitionsausgaben und zusätzliche operative Kosten einer klimafreundlichen Produktionsanlage werden über 15 Jahre ausgeglichen.


Kurz erklärt
CO₂-Differenzverträge – kurz erklärt
Gefördert werden in energieintensiven Industriebranchen (bspw. Stahl-, Chemie-, Zement-, Glas- oder Papierindustrie) Investitionen, durch die die Menge der Treibhausgasemissionen, die in einem Produktionsprozess anfallen, nachweislich deutlich reduziert wird. Es genügt die relative Minderung je erzeugter Produktmenge, nicht eine Reduktion der absoluten Menge an Treibhausgasemissionen. Innerhalb von drei Jahren nach Abschluss des Fördervertrages muss eine Reduktion gegenüber dem Referenzsystem von mindestens 60 % erreicht werden. Ein Jahr vor Ende der Vertragslaufzeit müssen im Vergleich zur Referenz 90 % weniger Treibhausgase emittiert werden. Der operative Beginn einer neuen Anlage muss innerhalb von drei bis vier Jahren nach Abschluss des Fördervertrags erfolgen.
CO₂-Differenzverträge werden zwischen dem Staat und einem Unternehmen geschlossen. Teilnehmende Unternehmen nehmen an einem Bieterverfahren unter marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen teilnehmen. Eingereicht werden Gebote in Form eines Preises in €/t CO₂, der die Mehrkosten (CAPEX und OPEX) des Klimaschutzprojekts im Vergleich zum Referenzwert ohne Produktionsumstellung angibt. Der Staat sichert vertraglich zu, diese Mehrkosten (Differenz zum Referenzwert) auszugleichen, sofern sie tatsächlich entstanden sind.
Vor dem Bieterverfahren müssen interessierte Unternehmen an einem vorbereitenden Verfahren teilnehmen, was jedoch nicht dazu verpflichtet, später ein Gebot tatsächlich abzugeben.
Unsere möglichen Leistungen
Leistungen
Schulung Regelwerk
Leistungsaspekte:
- Gezielte Unterstützung bei der Aufbereitung, Einordnung und Vermittlung der Förderbedingungen
- Adressatengerechte Aufbereitung der Inhalte für beteiligte Fachbereiche und Entscheidungsträger
- Erläuterung relevanter Abhängigkeiten und Fristen
- Hinweis auf typische Fallstricke sowie Interpretationsspielräume
- Konsolidierung der Kernaussagen in kompakten Arbeitsunterlagen (z. B. Kurzleitfaden, Checklisten, Q&A)
- Sicherstellung, dass Änderungen im Regelwerk schnell in interne Prozesse und die Gebotsvorbereitung überführt werden
Erarbeitung technologisches Projektkonzept
Leistungsaspekte:
- Frühzeitige Auslegung des technischen Konzepts, sodass Umsetzung, Genehmigungen und Nachweisführung rechtzeitig abgesichert sind
- Identifikation, Vergleich und Bewertung geeigneter Technologieoptionen einschließlich Schnittstellen zur Bestandstechnik
- Einbezug relevanter Betriebsparameter (Energieträgerverbräuche, Instandhaltung, Verfügbarkeiten, Ersatz- und Erneuerungszyklen)
- Berücksichtigung der Vertragslaufzeit von 15 Jahren durch Auslegung über die Inbetriebnahme hinaus
- Ableitung eines konsistenten technischen Zielbilds mit Meilensteinen, Abhängigkeiten und belastbarer Nachweislogik
Projektplanung & -organisation
Leistungsaspekte:
- Planung und Organisation eines CO₂-Differenzvertrag-Projektes (in Abstimmung mit unseren Auftraggebern)
- Unterstützung der Projektleitung in Bezug auf die operative Durchführung, Koordination und Dokumentation
- Durchführung eines strukturierten Risikomanagementprozesses zur qualifizierten Einordnung und Bewertung von Projektrisiken und Gegenmaßnahmen
- Erstellung und Zusammenführung alle relevanten Teilarbeitsergebnisse in die entsprechenden Entscheidungsvorlagen
- auf Wunsch Kommunikation mit externen und internen Stakeholdern
Erarbeitung wirtschaftliches Projektkonzept
Wir unterstützen Sie bei der Ermittlung eines belastbaren Gebotspreises:
- Analyse geplanten Erneuerungs- und Instandhaltungsinvestitionen inkl. Investitionszeitpunkte und identifizieren mögliche ökonomische Optimierungsoptionen.
- Abschätzung der Energiemarktentwicklung, insb. Commodity– und Nebenkosten relevanter Energieträger
- Ermittlung Gesamtdifferenzkosten der betrachteten technischen Konzepte und setzen diese in Relation zu den erwartbaren jährlichen Fördersummen aus dem CO₂-Differenzvertrag.
- Berechnung erwartbarer Kapitalwert des Projekts (Net Present Value) inkl. maßgeblicher Sensitivitäten
- Prüfung auf Plausibilität und Konsistenz & Verifikation mit unternehmensinternen Investitions- und Controllingstellen (bei Bedarf).
- Überführung der Kapitalwertberechnung & der Logik der Klimaschutzvertragsauszahlung in unteremensinterne Investitionsbewertung
- Erarbeitung strukturierter Entscheidungsgrundlagen
Kommunikation
Bei Abstimmungsbedarf und Fragestellungen unterstützen wir unsere Kunden in der Kommunikation mit dem Fördermittelgeber BMWE bzw. mit dem Projektträger Jülich (PtJ). Wir bereiten Inhalte strukturiert auf und koordinieren die Klärung offener Punkte. Wir begleiten den Austausch solange wie das Unternehmen den Blick eines externen Experten benötigt, um Mitteilungen der amtlichen Stellen einzuordnen und zu verarbeiten.
Darüber hinaus unterstützen wir bei der Erstellung, Prüfung und fristgerechten Einreichung erforderlicher Unterlagen und Anträge sowie bei der Bearbeitung von Rückfragen.
Hier erfahren Sie, wie wir Sie zu Transformationsbegleitung beraten.

Unsere Ansprechpartner
Ansprechpartner
Kontaktmöglichkeit
Kontakt
Gerne stehen wir Ihnen zur Verfügung!


