{"id":3793,"date":"2020-12-07T15:11:27","date_gmt":"2020-12-07T14:11:27","guid":{"rendered":"https:\/\/hostsharing.gallehr.de\/?p=3793"},"modified":"2021-07-02T15:44:42","modified_gmt":"2021-07-02T13:44:42","slug":"din-normenausschuss-nagus-zur-energiebezogenen-leistung-nach-iso-500012018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gallehr.de\/de\/din-normenausschuss-nagus-zur-energiebezogenen-leistung-nach-iso-500012018\/","title":{"rendered":"DIN-Normenausschuss NAGUS zur Energiebezogenen Leistung nach ISO 50001:2018"},"content":{"rendered":"<h1>Der <a href=\"https:\/\/www.din.de\/de\/mitwirken\/normenausschuesse\/nagus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DIN-Normenausschuss NAGUS<\/a> \u00e4u\u00dfert sich zur Bestimmung und Darstellung der Verbesserung der energiebezogenen Leistung nach ISO 50001:2018<\/h1>\n<p><a href=\"https:\/\/www.din.de\/de\/mitwirken\/normenausschuesse\/nagus\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-85179\" src=\"https:\/\/www.gallehr.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Bildschirmfoto-von-2020-01-24-09-37-45-1024x264.png\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/www.gallehr.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Bildschirmfoto-von-2020-01-24-09-37-45-1024x264.png 1024w, https:\/\/www.gallehr.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Bildschirmfoto-von-2020-01-24-09-37-45-300x77.png 300w, https:\/\/www.gallehr.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Bildschirmfoto-von-2020-01-24-09-37-45-768x198.png 768w, https:\/\/www.gallehr.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Bildschirmfoto-von-2020-01-24-09-37-45.png 1202w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auch wenn selbstverst\u00e4ndlich die verabschiedeten Regelungen in der Energiemanagement Norm ISO 50001:2018 weltweit eindeutig und bindend sind, hat gerade f\u00fcr Deutsche Organisationen die DIN Interpretation der Darstellung der Verbesserung der energiebezogenen Leistung nach ISO 50001:2018 eine besondere Bedeutung. Denn die <a href=\"https:\/\/www.bafa.de\/DE\/Home\/home_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">BAFA<\/a> richtet sich nach Erfahrung vieler unserer Kunden bei der Genehmigung von Strompreisprivilegien, wie der EEG BesAR sehr stark nach diesen Definitionen. Im folgenden finden Sie also die zweite Version dieser <a href=\"https:\/\/www.din.de\/resource\/blob\/773336\/d4287cd02834bf50f4e916fff908e3a3\/na-172-00-09-aa-data.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Stellungnahme, die hier im Original verf\u00fcgbar ist.<\/a><\/p>\n<h2>Antworten des Arbeitsausschusses NA 172-00-09 AA \u201eEnergieeffizienz und Energiemanagement\u201c (im DIN-Normenausschuss Grundlagen des Umweltschutzes) auf Fragen im Zusammenhang mit der Verbesserung der energiebezogenen Leistung nach DIN EN ISO 50001:2018-12<\/h2>\n<h3>Vorbemerkungen<\/h3>\n<p>Die Verbesserung der energiebezogenen Leistung ist zentrales Ziel von Energiemanagementsystemen nach ISO 50001:2018. Die Norm fordert einen Nachweis \u00fcber die fortlaufende Verbesserung der energiebezogenen Leistung. Dieser l\u00e4sst sich nach der Norm durch Energieleistungskennzahlen (EnPIs, en: energy performance indicators) erbringen, indem in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden f\u00fcr alle EnPIs ihr Ausgangswert (EnB, en: energy baseline) und der aktuelle EnPI-Wert ermittelt, ggf. normalisiert, verglichen und zusammenfassend dargestellt werden. Im Folgenden finden sich Fragen aus der Unternehmenspraxis, die in Bezug auf den Nachweis bzw. die Darstellung der Verbesserung an den deutschen Normenausschuss herangetragen und durch diesen beantwortet wurden.<\/p>\n<h3>1. Was macht eine Kennzahl zu einer EnPI (Methodik, Einflussfaktoren, Normalisierung)?<\/h3>\n<p>Alle Kennzahlen, die die tats\u00e4chliche energiebezogene Leistung aufzeigen, sind EnPIs. Ist die tats\u00e4chliche Leistung nicht erkennbar etwa bei rein finanziellen Kennzahlen oder weilverzerrende, wesentliche Einflussgr\u00f6\u00dfen (Witterung, Auslastung etc.) nicht ber\u00fccksichtigt werden, haben wir es nicht mit einer EnPI zu tun. Kennzahlen, die die relevanten Variablen ber\u00fccksichtigen und damit normalisiert werden k\u00f6nnen, sind EnPIs auch im Sinne der <a href=\"https:\/\/www.gallehr.de\/infobrief-energiemanagement-bildung-energieleistungskennzahl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ISO 50006.<\/a> Liegen keine wesentlichen Einflussfaktoren auf den Energieverbrauch vor (und ist somit keine Normalisierung erforderlich), kann auch der absolute Energieverbrauch als EnPI fungieren.<\/p>\n<h4>Vgl. DIN EN ISO 50001:2018-12, 3.4.4:<\/h4>\n<p>\u201eEnergieleistungskennzahl EnPI (en: energy performance indicator)Ma\u00df oder Einheit der energiebezogenen Leistung (3.4.3), wie von der Organisation (3.1.1) festgelegt<\/p>\n<p><strong>Anmerkung 1 zum Begriff:<\/strong><\/p>\n<p>In Abh\u00e4ngigkeit der Art der T\u00e4tigkeiten, die gemessen werden, k\u00f6nnen EnPIs durch eine einfache Metrik, ein Verh\u00e4ltnis oder ein Modell ausgedr\u00fcckt werden.\u201c<\/p>\n<h4>Vgl. DIN EN ISO 50001:2018-12, 6.4:<\/h4>\n<p>\u201eDie Organisation muss EnPIs bestimmen, die<\/p>\n<p>a) f\u00fcr die Messung und \u00dcberwachung ihrer energiebezogenen Leistung geeignet sind;<\/p>\n<p>b) es der Organisation erm\u00f6glichen, eine Verbesserung der energiebezogenen Leistung nachzuweisen. [&#8230;]\u201c<\/p>\n<h3>2. Reicht eine einzige EnPI?<\/h3>\n<p>Unter Ausschluss des Grenzfalles eines Unternehmens mit nur einem Energietr\u00e4ger und einem wesentlichen Energieeinsatz (SEU, en: significant energy use), sind mehrere EnPIs f\u00fcr den Betrieb eines Energiemanagementsystems (EnMS) und f\u00fcr die Darstellung der Verbesserung der energiebezogenen Leistung n\u00f6tig.<\/p>\n<h3>3. Braucht man f\u00fcr jede SEU mindestens eine EnPI?<\/h3>\n<p>Ja.<\/p>\n<h4>Vgl. DIN EN ISO 50001:2018-12, 6.3:<\/h4>\n<p>\u201cDie Organisation muss: [&#8230;]<\/p>\n<p>c) f\u00fcr jeden SEU<\/p>\n<p>1) die relevanten Variablen bestimmen;<\/p>\n<p>2) die aktuelle energiebezogene Leistung bestimmen;<\/p>\n<h4>Vgl. DIN EN ISO 50001:2018-12, 6.4zur Bestimmung der energiebezogenen Leistung:<\/h4>\n<p>\u201eDie Organisation muss EnPIs bestimmen, die<\/p>\n<p>a) f\u00fcr die Messung und \u00dcberwachung ihrer energiebezogenen Leistung geeignet sind;<\/p>\n<p>b) es der Organisation erm\u00f6glichen, eine Verbesserung der energiebezogenen Leistung nachzuweisen. [&#8230;]\u201c<\/p>\n<h3>4. Ist eine auf die gesamte Organisation bezogene EnPI notwendig, und muss sich diese verbessern?<\/h3>\n<p>Neben EnPIs f\u00fcr die SEUs sind Kennzahlen f\u00fcr die Organisation als Ganzes erforderlich, denn der Adressat aller Anforderungen der ISO 50001:2018 ist \u201edie Organisation\u201d, die eine Verbesserung ihres Systems und ihrer Leistung zu erzielen und zu erfassen hat. Die organisationsbezogenen Kennzahlen m\u00fcssen eine generelle Trendentwicklung liefern.<\/p>\n<h3>5. Wie werden Verbesserungen au\u00dferhalb der SEUs gewertet?<\/h3>\n<p>In die Gesamtbetrachtung der Organisation flie\u00dfen alle Verbesserungen ein. Deshalb ist es auch unerl\u00e4sslich, neben der energiebezogenen Leistung der einzelnen SEUs auch die energiebezogene Leistung der Organisation insgesamt zu bestimmen.<\/p>\n<p>Damit werden Verbesserungen bzw. Verschlechterungen in den Bereichen, die nicht SEUs sind, erkennbar und ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<h3>6. Auf welcher Ebene ist die Verbesserung bei Multi-Site-Verfahren nachzuweisen?<\/h3>\n<p>Die (multi-site-) Organisation insgesamt muss ihre Leistungsverbesserung nachweisen. Die Beitr\u00e4ge der einzelnen Standorte m\u00fcssen vorliegen.<\/p>\n<p>Dabei ist es nicht grunds\u00e4tzlich erforderlich, dass jeder Standort f\u00fcr sich allein genommen eine Verbesserung der energiebezogenen Leistung nachweisen muss.<\/p>\n<h3>7. Muss die Methodik der Erfolgsmessung in die Aktionspl\u00e4ne aufgenommen werden?<\/h3>\n<p>Ja.<\/p>\n<h4>Vgl. DIN EN ISO 50001:2018-12, 6.2.3:<\/h4>\n<p>\u201eBei der Planung zum Erreichen der Ziele und Energieziele muss die Organisation Aktionspl\u00e4ne festlegen und aufrechterhalten, die einschlie\u00dfen:<\/p>\n<p>\u2212[&#8230;]<\/p>\n<p>\u2212wie die Ergebnisse bewertet werden, einschlie\u00dflich der (des) Verfahren(s), das (die) zur Verifizierung der Verbesserung der energiebezogenen Leistung verwendet wird (werden).\u201c<\/p>\n<h3>8. Was und wie muss\/kann gemessen werden? Messgenauigkeit?<\/h3>\n<p>Die ISO 50001:2018 gibt keine detaillierte Vorgabe dazu, was gemessen werden muss. Es m\u00fcssen allerdings Daten zu den folgenden Aspekten vorliegen:<\/p>\n<h4>Vgl. DIN EN ISO 50001:2018-12, 6.6:<\/h4>\n<p>\u201ea) die relevanten Variablen bez\u00fcglich SEUs;<\/p>\n<p>b) den Energieverbrauch bez\u00fcglich SEUs und der Organisation;<\/p>\n<p>c) betriebliche Kriterien bez\u00fcglich SEUs;<\/p>\n<p>d) statische Faktoren, falls zutreffend;<\/p>\n<p>e) in Aktionspl\u00e4nen festgelegte Daten.\u201c Dabei ist es auch m\u00f6glich, dass die Daten nicht auf Messungen basieren. Sollte die Organisation sich f\u00fcr eine Messung entscheiden, ist die Genauigkeit und Wiederholbarkeit der Messung sicherzustellen.<\/p>\n<h4>Vgl. DIN EN ISO 50001:2018-12, 6.6:<\/h4>\n<p>\u201eDie Organisation muss einen Plan f\u00fcr die Energiedatensammlung festlegen und umsetzen, der f\u00fcr ihre Gr\u00f6\u00dfe, ihre Komplexit\u00e4t, ihre Ressourcen und ihre Mess- und \u00dcberwachungsausr\u00fcstung angemessen ist.\u201c<\/p>\n<h3>9. Ist man frei bei der Definition der SEUs?<\/h3>\n<p>Die Festlegung der SEU soll es der Organisation erm\u00f6glichen, ein schwerpunktorientiertes Energiemanagement zu etablieren. Die Kriterien zur systematischen Festlegung der SEUs legt die Organisation selber fest.<\/p>\n<h4>Vgl. DIN EN ISO 50001:2018-12, 3.5.6:<\/h4>\n<p>\u201ewesentlicher Energieeinsatz SEU (en: significant energy use) Energieeinsatz (3.5.4), der wesentlichen Anteil am Energieverbrauch (3.5.2) hat und\/oder erhebliches Potential f\u00fcr eine Verbesserung der energiebezogenen Leistung (3.4.6) bietet.<\/p>\n<p>Anmerkung 1 zum Begriff: Kriterien daf\u00fcr, was als wesentlich anzusehen ist, werden von der Organisation (3.1.1) bestimmt.<\/p>\n<p>\u201cDie Organisation ist somit frei bei der Festlegung der SEU, hat aber die entsprechenden Kriterien festzulegen. Bei der Festlegung hat sie ihren Kontext zu ber\u00fccksichtigen. Da sich Organisationen oder auch technische Einsparm\u00f6glichkeiten im Zeitverlauf ver\u00e4ndern, sind die SEUs in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden zu \u00fcberpr\u00fcfen und ggf. anzupassen.<\/p>\n<h3>10. Wie geht man mit Anpassungen der energetischen Ausgangsbasis (EnB, en: energy baseline) um?<\/h3>\n<p>Die Baselines m\u00fcssen geeignete Vergleichsgr\u00f6\u00dfen darstellen. Hierzu d\u00fcrfen diese selbstverst\u00e4ndlich, ja m\u00fcssen diese nach ISO 50001:2018 unter Umst\u00e4nden ver\u00e4ndert und angepasst werden. Die ISO 50001:2018 beschreibt drei F\u00e4lle, in denen eine Anpassung zwingend ist.<\/p>\n<h4>Vgl. DIN EN ISO 50001:2018-12, 6.5:<\/h4>\n<p>\u201eDie EnB(s) muss (m\u00fcssen) modifiziert werden, falls einer oder mehrere der folgenden F\u00e4lle eintreten:<\/p>\n<p>a) die EnPI(s) spiegelt (spiegeln) nicht l\u00e4nger die energiebezogene Leistung der Organisation wider;<\/p>\n<p>b) es gab gr\u00f6\u00dfere Ver\u00e4nderungen bei den statischen Faktoren;<\/p>\n<p>c) in \u00dcbereinstimmung mit einem im Voraus bestimmten Verfahren.\u201c<\/p>\n<h3>11. Wie kann man mit \u201efallenden\/steigenden Baselines\u201c (siehe Beispiele im Anhang \u201eA.10\u201c der ISO 50001:2018) umgehen?<\/h3>\n<p>Die Baselines m\u00fcssen geeignete Vergleichsgr\u00f6\u00dfen darstellen, die es erlauben, den Ist-Zustand mit dem erwarteten Zustand (auf Basis des Referenzzeitraums) zu vergleichen.<\/p>\n<h4>Vgl. DIN EN ISO 50001:2018-12, 3.4.7<\/h4>\n<p>\u201eenergetische Ausgangsbasis[&#8230;]<\/p>\n<p>Anmerkung 2 zum Begriff: Eine oder mehrere energetische Ausgangsbasen werden bei der Bestimmung der Verbesserung der energiebezogenen Leistung (3.4.6) verwendet, als Referenz vor und nach oder mit und ohne Umsetzung von Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der energiebezogenen Leistung.<\/p>\n<p>\u201cUm eine angemessene Vergleichbarkeit zu gew\u00e4hrleisten, lassen sich Effekte von relevanten Variablen durch Normalisierung in den EnBs ber\u00fccksichtigen. Ist ein Abfall der Leistung eines Aggregates im Zeitverlauf zu erwarten, kann dies bei der Ermittlung der normalisierten Baseline in Abh\u00e4ngigkeit der Betrachtungszeitpunktes ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<h3>12. Wie geht man mit Nicht-Zielerreichung um (etwa, wenn eine Ma\u00dfnahme nicht den gew\u00fcnschten Effekt erzielt oder ein SEU \u201eaus dem Ruder l\u00e4uft\u201c)?<\/h3>\n<p>Es stellt sich die Frage, ob die \u201eNicht-Zielerreichung\u201c die Folge eines nicht funktionierenden\/nicht wirksamen EnMS ist oder auf andere Ursachen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. In jedem Fall m\u00fcssen solcherart Abweichungen erkannt und angemessene Korrekturma\u00dfnahmen (u.U. auch eine Verbesserung des Planungsprozesses) eingeleitet bzw. umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Im Falle eines Systemversagens (wesentliche Nichtkonformit\u00e4t) m\u00fcssen Korrekturma\u00dfnahmen vor der Erteilung eines Zertifikates durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<h3>13. Wie geht man mit Leistungsverschlechterungen um?<\/h3>\n<p>Fortlaufende Leistungsverschlechterung bedeutet die Nichterf\u00fcllung einer Anforderung per se und weist dar\u00fcber hinaus au\u00dferdem darauf hin, dass das EnMS nicht wirksam funktioniert.<\/p>\n<p>Die Nichterf\u00fcllung einer Anforderung (Nichtkonformit\u00e4t) kann \u2013 je nach Schweregrad \u2013 als wesentliche Nichtkonformit\u00e4t (alt: Hauptabweichung) eine positive Zertifikatsentscheidung solange blockieren, bis das Problem behoben ist, oder als untergeordnete Nichtkonformit\u00e4t (alt: Nebenabweichung) zumindest eine Korrekturma\u00dfnahme nach sich ziehen, deren Wirksamkeit zu \u00fcberpr\u00fcfen ist.<\/p>\n<h3>14. Wie ist der Aufbau von Kraft-W\u00e4rme-Kopplungs-Anlagen bei der Bewertung der Verbesserung der energiebezogenen Leistung zu werten?<\/h3>\n<p>Durch die Aufnahme einer KWK-Anlage kann es in manchen F\u00e4llen zu einem erh\u00f6hten Energieeinsatz innerhalb der Organisationsgrenzen kommen, obgleich sich die Gesamtbilanz (Prim\u00e4renergieverbrauch) verbessert. Die Installation einer KWK-Anlage kann als neuer\/ver\u00e4nderter statischer Faktor z\u00e4hlen, mit der Folge, dass eine neue Baseline festzulegen ist und sich dadurch eine neue, keine verschlechterte, aber auch keine verbesserte energiebezogene Leistung ergibt.<\/p>\n<h3>15. K\u00f6nnen EnBs f\u00fcr die unterschiedlichen EnPIs aus unterschiedlichen Zeitabschnitten stammen? Wenn ja, wie geht man in einem solchen Fall mit der Aggregation von Einsparungen, die sich auf unterschiedliche Referenzzeitr\u00e4ume beziehen, um?<\/h3>\n<p>F\u00fcr den Nachweis der Verbesserung der energiebezogenen Leistung ist ein Vergleich zwischen der Referenzsituation (repr\u00e4sentiert durch die EnB) und der Ist-Situation (repr\u00e4sentiert durch die aktuellen EnPI-Werte) durchzuf\u00fchren. F\u00fcr die Darstellung der Verbesserung der energiebezogenen Leistung ist entscheidend, dass eine Betrachtung \u00fcber die ganze Organisation stattfindet. Daneben werden die Entwicklungen der SEUs und Einzel-Projekte betrachtet. Dabei kann die Bewertung der Entwicklung durch eine Gesamtbetrachtung ohne konkrete Aggregation \u00fcber alle Projekte, SEUs und Sonstiges stattfinden.<\/p>\n<p>Sollte eine Organisation eine Aggregation der Einzel-Entwicklungen w\u00fcnschen, sind unterschiedliche Referenzzeitr\u00e4ume bei dieser Vorgehensweise zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<h3>16. In welcher Beziehung stehen die Verbesserung der energiebezogenen Leistung und die Energieziele?<\/h3>\n<p>Die Verbesserung der energiebezogenen Leistung zeigt die Ver\u00e4nderung gegen\u00fcber der Situation in der Referenzperiode. Aus dem Vergleich der aktuellen EnPI-Werte gegen\u00fcber den Zielwerten ergibt sich der Grad der Zielerreichung.<\/p>\n<p>Dabei ist es denkbar, dass eine Verbesserung der energiebezogenen Leistung gegen\u00fcber der Ausgangsbasis vorliegt, obwohl die Zielsetzung nicht erreicht wurde. In diesem Fall ist durch die Organisation zu bestimmen, wie mit dem \u201eNicht-Erreichen\u201c der Ziele umgegangen wird und welche Korrekturma\u00dfnahmen durchzuf\u00fchren sind.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus ist es denkbar, dass Ziele \u00fcbertroffen werden. Auch hier w\u00e4re zu analysieren, wodurch die \u00dcbererreichung zu Stande kam, um einen Lerneffekt (etwa f\u00fcr den Zielsetzungsprozess) zu erzeugen.<\/p>\n<h3>17. Worin besteht der Unterschied zwischen der Verbesserung der energiebezogenen Leistung und der Verbesserung der Energieeffizienz?<\/h3>\n<p>Die ISO 50001:2018 definiert Energieeffizienz als eine Komponente der energiebezogenen Leistung.<\/p>\n<h4>Vgl. DIN EN ISO 50001:2018-12, 3.4.6:<\/h4>\n<p>\u201eVerbesserung der energiebezogenen Leistung Verbesserung der messbaren Ergebnisse der Energieeffizienz (3.5.3) oder des Energieverbrauchs (3.5.2), bezogen auf den Energieeinsatz (3.5.4), im Vergleich mit der energetischen Ausgangsbasis (3.4.7)\u201c<\/p>\n<p>Prinzipiell kann auch eine Verringerung des absoluten Energieverbrauchs eine Verbesserung der energiebezogenen Leistung sein. Es ist aber auch denkbar, dass ein steigender Energieverbrauch trotz Energieeffizienzsteigerung vorliegt. In einem solchen Fall ist die Verbesserung der energiebezogenen Leistung auf Basis der Energieeffizienzsteigerung nachzuweisen. In der Praxis ist wegen der geforderten Normalisierung eine Verbesserung der energiebezogenen Leistung \u00fcblicherweise stets auch eine Verbesserung der Energieeffizienz, weil der Output eines energieverbrauchenden Prozesses regelm\u00e4\u00dfig die bedeutendste relevante Variable ist (mit der dann auch die Normalisierung stattfindet).<\/p>\n<h3>18. Kann eine Verbesserung auch gegeben sein, wenn der Gesamtenergieverbrauch zugenommen hat?<\/h3>\n<p>Ja, solange nachgewiesen werden kann, dass sich die Effizienz verbessert hat. Ein Vergleich des erwarteten Energieverbrauchs auf Basis der EnB und dem tats\u00e4chlichen Energieverbrauch erlaubt eine Darstellung der Verbesserung der energiebezogenen Leistung.<\/p>\n<h3>19. Wird ein bestimmtes Niveau hinsichtlich der Verbesserung der energiebezogenen Leistung gefordert?<\/h3>\n<p>Oberhalb gesetzlicher Anforderungen legt die Organisation selbst fest, welche Anforderungen sie erf\u00fcllen und welches Niveau\/welche Ziele sie sich vorgeben m\u00f6chte. Eine konkrete Vorgabe des Verbesserungsniveaus gibt die Norm nicht (siehe Anwendungsbereich ISO 50001:2018).<\/p>\n<h3>20. Fragen zu einem Fallbeispiel zum Nachweis der Verbesserung der energiebezogenen Leistung:<\/h3>\n<p><strong>Szenario:<\/strong> Alle EnBs und EnPIs sind unter Ber\u00fccksichtigung der relevanten Variablen normalisiert worden.<\/p>\n<p>EnPI-Wert (2017) = 6,3 kWh\/x (Wird als EnB festgelegt)<\/p>\n<p>norm. EnB (2019) = 6,3 kWh\/xEnPI-Wert (2019) = 6,1 kWh\/x<\/p>\n<h4>a) Reicht dieser Vergleich als Nachweis der Verbesserung der energiebezogenen Leistung?<\/h4>\n<p>Ja, die positive Entwicklung des EnPI stellt eine Verbesserung der energiebezogenen Leistung innerhalb der Grenzen von Anlagen\/Standorte, Systeme, Prozesse, Einrichtungen oder Organisationen auf die sich die EnPIs beziehen dar.<\/p>\n<p><strong>Hinweis:<\/strong><\/p>\n<p>Die Nutzung von Verh\u00e4ltniskennzahlen (Quotienten), wie im obigen Beispiel, ist laut der ISO 50001:2018 grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich. Allerdings weisen sie h\u00e4ufig Schw\u00e4chen im Hinblick auf die Normalisierung auf, da regelm\u00e4\u00dfig nur eine Variable und keine Grundlast ber\u00fccksichtigt wird. Daher m\u00fcssen, wie in der Norm gefordert, Daten zu m\u00f6glichen Einflussgr\u00f6\u00dfen auf Ihre Relevanz gepr\u00fcft und ggf. bei der Festlegung der EnPIs (6.4) und der Normalisierung (6.5) ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Eine h\u00e4ufig sinnvolle Variante ist, Energieverbrauchsfunktionen zur Berechnung von Referenz-Werten (normalisierte EnB) zu nutzen, die auf den Ergebnissen von Regressionsanalysen (statistische Modelle) bzw. oder ingenieurtechnischen Modellen beruhen. Dies auch deshalb, weil hierdurch eine Aggregation von Einsparungen \u00fcber Prozesse und Zeitr\u00e4ume erm\u00f6glicht wird.<\/p>\n<h4>b) Muss die Verbesserung von 0,2 kWh\/x in \u00dcbereinstimmung mit Einsparungen aus Ma\u00dfnahmen aus dem Aktionsplan stehen?<\/h4>\n<p>Eine exakte \u00dcbereinstimmung der erwarteten Effizienzverbesserung und der tats\u00e4chlichen Entwicklung des EnPI-Wertes ist nicht erforderlich. Im Falle gr\u00f6\u00dferer Abweichungen muss gepr\u00fcft werden, worauf diese basieren. Gegebenenfalls sind Korrekturma\u00dfnahmen zu ergreifen.<\/p>\n<h4>c) M\u00fcssen\/sollen\/d\u00fcrfen nur Einsparungen aus Ma\u00dfnahmen die in 2019 umgesetzt, bzw. \u201egegriffen\u201c haben ber\u00fccksichtigt werden? Wie ist mit Einsparungen aus Ma\u00dfnahmen aus 2018, die im Aktionsplan hinterlegt sind, umzugehen?<\/h4>\n<p>Da ein Vergleich zur energetischen Ausgangsbasis erfolgt, werden alle Ma\u00dfnahmen, die seit dem Referenzzeitraum (hier das Jahr 2017) wirksam umgesetzt wurden, innerhalb des Vergleichs ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<h4>d) Wie w\u00fcrde der Nachweis ausfallen, wenn in den Folgejahren (2020, 2021, &#8230;) der EnPI-Wert weiterhin bei 6,1 kWh\/x bliebe? W\u00fcrde der Vergleich zur EnB immer noch eine Verbesserung darstellen?<\/h4>\n<p>Es ist nicht zwangsl\u00e4ufig jedes Jahr eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr erforderlich. Sp\u00e4testens im n\u00e4chsten Rezertifizierungsaudit muss eine Verbesserung im Vergleich zum vorherigen Rezertifizierungsaudit nachweisbar sein (d.h. mindestens alle 3 Jahre). Lediglich der Vergleich mit einer bereits l\u00e4nger zur\u00fcckliegenden Basisperiode w\u00e4re nicht ausreichend.<\/p>\n<p>Die j\u00e4hrlichen \u00dcberwachungsaudits dienen der \u00dcberpr\u00fcfung der Aufrechterhaltung und Fortentwicklung des Systems und der energiebezogenen Leistung. Bei mehrj\u00e4hrigen Vorhaben m\u00fcsste im Rahmen der \u00dcberwachungsaudits festgestellt werden, ob die Verbesserungen &#8222;im Plan&#8220; (Aktionsplan) liegen.<\/p>\n<h3>21. Kann man normkonform von einer Verbesserung der energiebezogenen Leistung sprechen, wenn man bei gleicher Energieeffizienz und gleichem Energieverbrauch die eingesetzten Energietr\u00e4ger zugunsten regenerativer Energietr\u00e4ger umschichtet. Z. B. von Kohle zu Holz oder \u00d6l zu selbst erzeugtem Strom?<\/h3>\n<p>Der Einsatz erneuerbarer Energien ist i. d. R. begr\u00fc\u00dfenswert und kann z. B. im Rahmen der Energiepolitik oder durch das Setzen entsprechender Ziele innerhalb des EnMS behandelt werden. Die Nutzung erneuerbarer Energie stellt jedoch keine Verbesserung der energiebezogenen Leistung im Sinne der ISO 50001:2018 dar, denn diese zielt auf die Verbesserung der Energieeffizienz bzw. die Reduktion des Energieverbrauchs ab.<\/p>\n<h4>Vgl. DIN EN ISO 50001:2018-12, 3.4.6:<\/h4>\n<p>\u201eVerbesserung der energiebezogenen LeistungVerbesserung der messbaren Ergebnisse der Energieeffizienz (3.5.3) oder des Energieverbrauchs (3.5.2), bezogen auf den Energieeinsatz (3.5.4), im Vergleich mit der energetischen Ausgangsbasis (3.4.7)\u201c<\/p>\n<p>Siehe auch A.6.3 \u201eDie Installation einer erneuerbaren Energieart innerhalb des Anwendungsbereichs und der Grenzen des EnMS, wie von der Organisation festgelegt, stellt keine Verbesserung der energiebezogenen Leistung dar.\u201c<\/p>\n<h3>22. Wie w\u00e4re eine vollst\u00e4ndige Umschichtung zu regenerativen Energietr\u00e4gern zu werten, wenn durch die damit verbundenen \u00c4nderungen im Prozess der Energieverbrauch steigen w\u00fcrden?<\/h3>\n<p>Gem\u00e4\u00df Zielrichtung und Definitionen der ISO 50001:2018 w\u00e4re eine Umschichtung zu regenerativen Energietr\u00e4gern keine Verbesserung der energiebezogenen Leistung.<\/p>\n<p>Allerdings k\u00f6nnte diese \u201estrukturelle \u00c4nderung\u201c der betrieblichen Energieversorgung (statischer Faktor) die Neufestlegung einer Baseline begr\u00fcnden, sodass ein erh\u00f6hter Energieverbrauch (auf Grund der Umschichtung) nicht als Verschlechterung gewertet w\u00fcrde.<\/p>\n<h3>23. Kann die energiebezogene Leistung \u2013 anhand von EnPI-Werten und deren Verbesserung \u2013 anstelle in kWh alternativ in CO2-Menge darstellen?<\/h3>\n<p>Nein, da eine \u00c4nderung der CO2-Menge nicht zwingend die Entwicklung der Energieeffizienz oder des Energieverbrauchs abbildet, kann diese im Sinne der ISO 50001:2018 nicht als geeignete Einheit zum Nachweis der Verbesserung der energiebezogenen Leistung dienen. Eine Angabe der mit Ma\u00dfnahmen verbundenen Verbesserung der CO2-Bilanz ist als zus\u00e4tzliche Information aber zu begr\u00fc\u00dfen, etwa zur Priorisierung von Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<h3>24. Wie geht man mit der Bewertung eines Unternehmens, Unternehmensteils oder Standorts um, welcher nach einer sogenannten Flatrate pro Quadratmeter angemieteter Fl\u00e4che abgerechnet wird?<\/h3>\n<p>Geh\u00f6rt der angesprochene Standort zum Anwendungsbereich des EnMS, ist der Energieverbrauch im Rahmen der energetischen Bewertung zu erfassen (erkunden, messen, hochrechnen etc.).<\/p>\n<p>Auf Basis der von der Organisation festgelegten Kriterien zur Abgrenzung der SEUs, w\u00e4re zu bestimmen, ob dieser ermittelte Verbrauch f\u00fcr die Organisation als wesentlich einzustufen ist. Sind \u2013 wie im Beispielsfall vermutet \u2013 diese nicht als SEU einzustufen, m\u00fcssen diese nicht priorit\u00e4r bewertet werden.<\/p>\n<h3>25. Wie sollte ein Fuhrpark mit z. T. privat genutzten Fahrzeugen behandelt werden?<\/h3>\n<p>Nach ISO 50001 ist zu entscheiden, ob die genannte Energieanwendung im Anwendungsbereich des EnMS liegt. Wenn das Betreiben des Fuhrparks (zwingend) zu den T\u00e4tigkeiten der Organisation geh\u00f6rt und dadurch mit diesen in den Anwendungsbereich des EnMS bzw. in den Geltungsbereich des Zertifikats f\u00e4llt, muss sie in die energetische Bewertung einbezogen werden.<\/p>\n<p>Dabei ist der Verbrauch der Organisation n\u00e4her zu betrachten, der Privatverbrauch der Mitarbeiter kann abgegrenzt werden. Wenn der Fuhrpark als SEU definiert wird, ist eine detailliertere Analyse durchzuf\u00fchren und auch eine EnPI festzulegen.<\/p>\n<p><strong>Hinweis:<\/strong><\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/www.gallehr.de\/kompetenz\/kompetenz-energiemanagement\/energieaudit-nach-edl-g\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">EDL-G (Energieaudit nach DIN EN 16247-1)<\/a> k\u00f6nnen im Rahmen eines Energieaudits bei der Berechnung des Gesamtenergieverbrauchs Energieverbr\u00e4uche von privat genutzten Dienstwagen und geleaste Fahrzeuge, ausgenommen werden.<\/p>\n<h2>Kontakt zu GALLEHR+PARTNER<sup>\u00ae<\/sup><\/h2>\n<p>F\u00fcr alle Fragen zum Aufbau und zum Betrieb von <a href=\"https:\/\/www.gallehr.de\/kompetenz\/energiemanagement-beratungs-module\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">zertifizierten Energiemanagementsystemen, integrierten Managementsystemen und Multi-Site Managementsystemen<\/a> stehen Ihnen die Experten von GALLEHR+PARTNER<sup>\u00ae<\/sup> jederzeit zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<div class=\"mod\">\n<section class=\"av_textblock_section \">\n<div class=\"avia_textblock \">\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.gallehr.de\/contact\/kontakt\/\">Sichern Sie sich jetzt Ihren unverbindlichen Kennenlerntermin<\/a><\/strong><\/p>\n<h3>Zu diesem Bericht passen folgende Informationen:<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gallehr.de\/modul-1-360-pdca-management-als-kontinuierliche-dienstleistung\/\"><strong>Modul 1: 360\u00b0 PDCA-Management als kontinuierliche Dienstleistung<\/strong><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gallehr.de\/modul-2-audit-gap-analysen-von-managementsystemen\/\"><strong>Modul 2: Gap Analysen von Managementsystemen<\/strong><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<h1>The <a href=\"https:\/\/www.din.de\/de\/mitwirken\/normenausschuesse\/nagus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DIN standards committee NAGUS<\/a> comments on the determination and presentation of the improvement of energy-related performance according to ISO 50001:2018<\/h1>\n<p><a href=\"https:\/\/www.din.de\/de\/mitwirken\/normenausschuesse\/nagus\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-85179\" src=\"https:\/\/www.gallehr.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Bildschirmfoto-von-2020-01-24-09-37-45-1024x264.png\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/www.gallehr.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Bildschirmfoto-von-2020-01-24-09-37-45-1024x264.png 1024w, https:\/\/www.gallehr.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Bildschirmfoto-von-2020-01-24-09-37-45-300x77.png 300w, https:\/\/www.gallehr.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Bildschirmfoto-von-2020-01-24-09-37-45-768x198.png 768w, https:\/\/www.gallehr.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Bildschirmfoto-von-2020-01-24-09-37-45.png 1202w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Even though the adopted regulations in the energy management standard ISO 50001:2018 are of course clear and binding worldwide, the DIN interpretation of the presentation of the improvement of energy-related performance according to ISO 50001:2018 is of particular importance for German organizations. After all, the <a href=\"https:\/\/www.bafa.de\/DE\/Home\/home_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">BAFA<\/a> is very much based on the experience of many of our customers in approving electricity price privileges, such as the EEG BesAR, which very much follows these definitions. In the following you will therefore find the second version of this <a href=\"https:\/\/www.din.de\/resource\/blob\/696504\/0116e59a71d80507dab62706a6922f99\/stellungnahme-na-172-00-09-aa-data.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">statement, which is available here in the original.<\/a><\/p>\n<h2>Answers of the working committee NA 172-00-09 AA &#8222;Energy efficiency and energy management&#8220; (in the DIN standards committee Fundamentals of environmental protection) to questions in connection with the improvement of the energy-related performance according to DIN EN ISO 50001:2018-12<\/h2>\n<h3>preliminary remarks<\/h3>\n<p>The improvement of energy-related performance is a central objective of energy management systems according to ISO 50001:2018, which requires proof of continuous improvement of energy-related performance. According to the standard, this can be provided by means of energy performance indicators (EnPIs), in which the initial value (EnB, en: energy baseline) and the current EnPI value are determined, normalized if necessary, compared and summarized for all EnPIs at regular intervals. The following are questions from company practice which were submitted to the German standards committee and answered by it with regard to the proof or presentation of the improvement.<\/p>\n<h3>1. what makes a key figure an EnPI (methodology, influencing factors, normalization) ?<\/h3>\n<p>All indicators that show the actual energy-related performance are EnPIs. If the actual performance is not recognizable, e.g. in the case of purely financial indicators or because distorting, significant influencing factors (weather, capacity utilization, etc.) are not taken into account, we are not dealing with an EnPI. Indicators that take the relevant variables into account and can thus be normalized are EnPIs also in the sense of <a href=\"https:\/\/www.gallehr.de\/infobrief-energiemanagement-bildung-energieleistungskennzahl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ISO 50006.<\/a> If there are no significant factors influencing energy consumption (and thus no normalization is required), absolute energy consumption can also function as an EnPI.<\/p>\n<h4>Cf. DIN EN ISO 50001:2018-12, 3.4.4:<\/h4>\n<p>&#8220; Energy performance indicator (EnPI)Measure or unit of energy-related performance (3.4.3), as defined by the organization (3.1.1)<\/p>\n<p><strong>Note 1 on the term:<\/strong><\/p>\n<p>Depending on the type of activities being measured, EnPIs can be expressed by a simple metric, ratio or model&#8220;.<\/p>\n<h4>Cf. DIN EN ISO 50001:2018-12, 6.4:<\/h4>\n<p>.<br \/>\n&#8222;The organization must determine EnPIs that<\/p>\n<p>(a) are suitable for measuring and monitoring their energy-related performance<\/p>\n<p>(b) enable the organisation to demonstrate an improvement in energy-related performance. [&#8230;]\u201c<\/p>\n<h3>2. is a single EnPI?<\/h3>\n<p>sufficient<br \/>\nExcluding the borderline case of a company with only one energy source and a significant energy use (SEU, en: significant energy use), several EnPIs are necessary for the operation of an energy management system (EnMS) and for the presentation of the improvement of energy-related performance.<\/p>\n<h3>3<br \/>\nYes.<\/h3>\n<h4>Comp. DIN EN ISO 50001:2018-12, 6.3:<\/h4>\n<p>.<br \/>\n&#8222;The organization must: [&#8230;]<\/p>\n<p>c) for each SEU<\/p>\n<p>1) determine the relevant variables;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der DIN-Normenausschuss NAGUS \u00e4u\u00dfert sich zur Bestimmung und Darstellung der Verbesserung der energiebezogenen Leistung nach ISO 50001:2018 Auch wenn selbstverst\u00e4ndlich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[180,178],"tags":[354,355,183,226,228,230,231,252,258,279,289],"class_list":["post-3793","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-news","category-archiv","tag-enb","tag-nagus","tag-energiemanagement","tag-energetische-ausgangsbasis","tag-energieleistungskennzahl","tag-enpi","tag-iso-50006","tag-energiebezogene-leistung","tag-multi-site-zertifizierung","tag-iso-500012018","tag-din"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gallehr.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3793","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gallehr.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gallehr.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gallehr.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gallehr.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3793"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.gallehr.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3793\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gallehr.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3793"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gallehr.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3793"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gallehr.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3793"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}