{"id":1434,"date":"2014-01-07T12:12:57","date_gmt":"2014-01-07T12:12:57","guid":{"rendered":"https:\/\/hostsharing.gallehr.de\/?p=1434"},"modified":"2021-07-02T10:52:09","modified_gmt":"2021-07-02T08:52:09","slug":"erster-energieeffizienz-index-fur-die-deutsche-industrie-erschienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gallehr.de\/de\/erster-energieeffizienz-index-fur-die-deutsche-industrie-erschienen\/","title":{"rendered":"Erster Energieeffizienz-Index f\u00fcr die deutsche Industrie erschienen"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"Link zu Beitrag auf chemie.de\" href=\"http:\/\/www.chemie.de\/news\/146346\/erster-energieeffizienz-index-fuer-die-deutsche-industrie-erschienen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">chemie.de<\/a>, 06.01.13: Wie energieeffizient produziert die deutsche Industrie heute? Das <a title=\"EEP\" href=\"http:\/\/www.eep.uni-stuttgart.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Institut f\u00fcr Energieeffizienz in der Produktion<\/a> (EEP) der Universit\u00e4t Stuttgart ver\u00f6ffentlicht erstmals in Zusammenarbeit mit dem <a title=\"BDI\" href=\"http:\/\/www.bdi.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesverband der Deutschen Industrie<\/a> (BDI), der <a title=\"dena\" href=\"http:\/\/www.dena.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschen Energie-Agentur<\/a> (dena) und dem <a title=\"T\u00dcV Rheinland\" href=\"http:\/\/www.tuv.com\/de\/deutschland\/home.jsp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">T\u00dcV Rheinland<\/a> den <a title=\"Grafiken zum Energiewendeindex\" href=\"http:\/\/www.eep.uni-stuttgart.de\/aktuelles\/10_Presentation_EnEffIndX_v2.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Energieeffizienz-Index der deutschen Industrie<\/a>. Er beleuchtet die aktuelle Lage der Energieeffizienz in der Industrie und wirft einen Blick in die Zukunft. Der neue Index wird nun halbj\u00e4hrlich online ver\u00f6ffentlicht. Das Ergebnis der ersten Umfragerunde: Zu wenig Investitionen \u2013 zu hohe Anforderungen an Amortisationszeiten \u2013 zu kleine Budgets.<\/p>\n<p>\u201eDie Ergebnisse des ersten Energieeffizienz-Index zeigen, welchen wertvollen Beitrag das Stiftungsinstitut f\u00fcr Energieeffizienz in der Produktion an der Universit\u00e4t Stuttgart bei Aufkl\u00e4rung und Beratung im wichtigen Themenfeld Energie bereits jetzt leistet\u201c, so Prof. Wolfram Ressel, Rektor der Universit\u00e4t Stuttgart. \u201eDurch die Forschung auf diesem zentralen Gebiet der Universit\u00e4t und durch die enge Zusammenarbeit von Forschung und Lehre mit der Industrie werden wir erfolgreiche L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr diese gesellschaftliche Herausforderung der Zukunft bieten k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Investitionen in die Energieeffizienz sind h\u00e4ufig hochrentabel. Doch die deutsche Industrie investiert noch viel zu wenig. Die meisten der befragten Unternehmen haben kein festes Budget f\u00fcr Effizienzma\u00dfnahmen. \u201eDen Verantwortlichen ist die hohe Bedeutung und das wirtschaftliche Potenzial von Energieeffizienz-Ma\u00dfnahmen sehr wohl bewusst, doch die geforderte Amortisationszeit von drei bis h\u00f6chsten f\u00fcnf Jahren greift viel zu kurz\u201c, so Prof. Thomas Bauernhansl, Leiter des Instituts f\u00fcr Energieeffizienz in der Produktion an der Universit\u00e4t Stuttgart. Die aktuelle Auswertung der Umfrage hat ergeben, dass Unternehmen, die nach der Total-Cost-of-Ownership-Methode rechnen, um vieles mehr in Energieeffizienzma\u00dfnahen investieren, als diejenigen Unternehmen, die nur auf ihre Jahresbilanzen schauen.<\/p>\n<p>\u201eGefragt ist jetzt ganz klar die Politik\u201c, so Heinz D\u00fcrr, einer der beiden Stifter und erster Beiratsvorsitzender des EEP. \u201eIm Koalitionsvertrag der Bundesregierung steht die Energieeffizienz weit oben auf der Agenda, sie wird als zweite S\u00e4ule einer nachhaltigen Energiewende bezeichnet. Es gibt sogar einen \u201eNationalen Aktionsplan Energieeffizienz\u201c. Aber ohne konkrete F\u00f6rderinstrumente f\u00fcr entsprechende Investitionen kommen wir nicht schnell genug voran mit der Energiewende, das hat die erste Auswertung des Index klar gezeigt. Was wir jetzt rasch brauchen, sind politische Rahmeninstrumente wie Sonderabschreibungsm\u00f6glichkeiten und eine branchenspezifische F\u00f6rderung f\u00fcr Energieeffizienzma\u00dfnahmen.\u201c<\/p>\n<p>Der neue Index liefert halbj\u00e4hrlich Benchmarking-Daten f\u00fcr produzierende Unternehmen mit dem Ziel, der Politik regelm\u00e4\u00dfig ein Feedback \u00fcber die Situation in der produzierenden Industrie Deutschlands zu geben. Schlie\u00dflich k\u00f6nnen aus den Daten Handlungsbedarfe f\u00fcr die Forschung abgeleitet werden.<\/p>\n<p>Zahlen und Ergebnisse der ersten Erhebung in K\u00fcrze:<\/p>\n<ul>\n<li>\u00dcber alle Wirtschaftszweige hinweg hat das Thema Energieeffizienz eine hohe Bedeutung<\/li>\n<li>Nur 15% der befragten Unternehmen geben an, dass das Thema Energieeffizienz derzeit eine geringe Bedeutung hat und 42% der Befragten sch\u00e4tzen das Thema als hoch wichtig ein.<\/li>\n<li>54% der Unternehmen rechnen zuk\u00fcnftig mit einer steigenden Bedeutung des Themas<\/li>\n<li>ABER stellenweise geringe Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz.<\/li>\n<li>Tendenziell sind Investitionen im Bereich Energieeffizienz zuk\u00fcnftig eher sinkend<\/li>\n<li>63% der Unternehmen investieren h\u00f6chstens 5% ihrer Gesamtinvestitionen in Energieeffizienz<\/li>\n<li>Trotz der geringen Investitionen in die Effizienz wird \u00fcber alle Wirtschaftszweige hinweg mit sinkenden Energieverbr\u00e4uchen gerechnet<\/li>\n<li>\u00dcber alle Wirtschaftszweige hinweg wird f\u00fcr energieeffiziente Maschinen eine Amortisationszeit von durchschnittlich 30 Monaten gefordert. Das sind zu hohe Anforderungen<\/li>\n<li>Durch die Erweiterung der Maschinenamortisationszeiten k\u00f6nnten in Zukunft die Investitionen und Ertr\u00e4ge f\u00fcr und durch Energieeffizienzma\u00dfnahmen gesteigert werden<\/li>\n<li>86% der Unternehmen kennen ihre Ans\u00e4tze zur Steigerung der Energieeffizienz, jedoch haben \u00fcber 90% der Unternehmen kein festes Budget f\u00fcr die Umsetzung von Effizienzma\u00dfnahmen.<\/li>\n<li>80% der Unternehmen planen ihren Energieverbrauch zuk\u00fcnftig um h\u00f6chsten 5% zu reduzieren und nur 4% wollen diesen um mehr als 10% senken.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Obwohl Potentiale, M\u00f6glichkeiten und Erfolgsaussichten also den meisten Unternehmen bekannt sind, halten sich die Aktivit\u00e4ten und Ziele zur Steigerung der Energieeffizienz in Grenzen und bleiben zu niedrig. Im Verh\u00e4ltnis zu den tats\u00e4chlichen Potenzialen sind die Ziele bei Weitem nicht ambitioniert genug.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>chemie.de, 06.01.13: Wie energieeffizient produziert die deutsche Industrie heute? 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