
Mit dem Carbon Value Management-Ansatz liegt jetzt eine Methodik vor, wie Unternehmen ihre selbst verursachten ökologischen und ökonomischen Klimawirkungen erkennen, bewerten und adjustieren können. Die CVM-Methode wurde erstmals in der Fachzeitschrift Energie&Management vom 1.2.2008 veröffentlicht (
Artikelauszug). Zusätzlich werden die klimarelevanten Werttreiber identifiziert und entsprechend ausgerichtet, ebenso werden externe Risiken, aber auch neu erwachsende Chancen erkannt.
Auf Basis dieser neu gewonnenen Kenntnisse wird zunächst der Carbon Value des Unternehmens ermittelt. Dies ist der um die Klimawirkungen und externen Risiken bereinigte Unternehmenswert. Diese Vorarbeiten erlauben die Definition klimainduzierter Maßnahmen zur Steigerung des Unternehmenswerts:
- Externe Risiken werden im Geschäftsmodell absorbiert (z.B. Energietrends).
- Externe Chancen werden strategisch genutzt (z.B. Schiffspassagen über den eisfreien Nordpol).
- CO2-induzierte Kosten entlang der Wertkette werden gesenkt, CO2-induzierte Erlöspotentiale realisiert.
- Vorhandene und neue Produkte erfahren – da wo möglich – eine klimagerechte Mehrwertpositionierung.
- Die Kapitalkosten werden langfristig gesenkt (z.B. bessere Ratings, verbesserter Zugang zu Kapitalmärkten).
Im Ergebnis wird ein höherer Carbon Value, eine Wertsteigerung gegenüber dem ursprünglichen Unternehmenswert erzielt. Diese Wertsteigerung entspricht dem Carbon Value Added - das Unternehmen profitiert von der Herausforderung Klimaschutz.
Weitere Informationen dazu in der
FAZ vom 16.06.2008.