Checkliste erfolgreicher Antrag auf Strompreiskompensation

Zur erfolgreichen Antragstellung auf Beihilfe für indirekte CO2-Kosten bieten wir hier eine Checkliste der einzelnen Arbeitsschritte, die durchgeführt sein müssen. Hierbei haben wir auch auf die Reihenfolge geachtet, um ein effizientes Zeitmanagement zu ermöglichen. Aus Gewährleistungsgründen sei hier angemerkt, dass diese Checkliste keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat.

Vorbemerkung:

 

Bitte achten Sie darauf, dass die Beihilfeanträge für das Jahr 2014 der DEHSt durch einen Wirtschaftsprüfer geprüft spätestens bis Montag, den 01.06.2014  elektronisch signiert über die Virtuelle Poststelle (VPS) eingereicht werden müssen. Zu spät eingereichte Anträge werden nicht angenommen. Die Beihilfe für jeweilige Antragsjahr würde entfallen.

Die Grundlagen der Strompreiskompensation finden Sie im GALLEHR+PARTNER CO2 Infobrief 01-2014. Einen Erfahrungsbericht aus der ersten Antragsperiode finden Sie im GALLEHR+PARTNER CO2 Infobrief 01-2015. Weiterführende Informationen finden Sie auch  hier auf unserer Website. Sollten Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne direkt.

Checkliste zur erfolgreichen Antragstellung der Strompreiskompensation:

Für die Antragsberechtigung sind die im Unternehmen hergestellten Produkte maßgeblich, die Zuordnung eines Unternehmens zu einem bestimmten Wirtschaftszweig ist nicht entscheidend. Ab einem Gesamtstromverbrauch von 2,5 GWh/a empfehlen wir jedem Unternehmen im ersten Schritt eine kurze Chancen und Aufwands-abschätzung durchzuführen oder durchführen zu lassen, auch wenn es einem nicht beihilfefähigen Wirtschaftssektor angehört. Durch eine kurze Analyse kann die zu erwartende Beihilfemenge und der zu erwartende Aufwand als Orientierung abgeschätzt werden, bevor in die Antragdetails gegangen werden muss.

  • Anlagensystemgrenze nach BImschG §4 gültig für 2014 ist erfolgt?

Bei der Definition der beihilfeberechtigten Anlage bzw. der Anlagengrenze kommt es darauf an, ob die Genehmigungen der einzelnen Betriebsstätten Erstgenehmigungen nach §4 BImSchG sind oder Änderungsgenehmigungen nach §16 BImSchG, welche auf eine übergreifende Ursprungsgenehmigung Bezug nehmen. Wenn Betriebsstätten, die zunächst von der Ursprungsgenehmigung des Standorts umfasst waren, nachträglich eine eigene Erstgenehmigung nach § 4 BImSchG erhalten haben, sind sie nach Ziffer 5.1 Buchstabe b) der Förderrichtlinie auch im Rahmen der Anträge auf Strompreiskompensation als eigenständige Anlagen zu behandeln. Soweit die Betriebsstätten jedoch lediglich nach § 16 BImSchG als wesentliche Änderungen der Anlage, die von der Ursprungsgenehmigung umfasst ist, genehmigt wurden, dann gelten sie im Rahmen der Strompreiskompensation nicht als eigenständige Anlagen, sondern als Teile der ursprünglich genehmigten Anlage.

  • Bestellung der Signaturkarte für elektronische Signatur ist erfolgt

Für das Signieren von Nachrichten in der VPS ist eine Signaturkarte mit einer gültigen qualifizierten elektronischen Signatur erforderlich. Die Beantragung und Freischaltung nimmt einige Zeit in Anspruch. Die Signaturkarten können bei so genannten Zertifizierungsdiensteanbietern (ZDA, auch Trustcenter genannt) erworben werden. Eine Liste der aktuellen Anbieter ist bei der Bundesnetzagentur zu finden.

  • Passender Wirtschaftsprüfer ist beauftragt

Um Komplikationen zu verhindern, sollte der Wirtschaftsprüfer möglichst früh beauftragt  und in den Erstellungsprozess des Antrags auf Strompreiskompensation mit eingebunden werden. GALLEHR+PARTNER rät, Wirtschaftsprüfer zu beauftragen, die Erfahrungen mit den sehr speziellen Prüfanforderungen der DEHSt nachweisen können.

  • Definition und Abgrenzung der Berechnungselemente und Optimierung des MSV ist erfolgt

Eine belastbare Optimierung des Maßgeblichen Stromverbrauchs für Fallback-Produkte ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Antragstellung.

  • Prüffähige Datensammlung über den gesamten Betrachtungszeitraum (2005-2014) ist vollständig erfolgt

Hierbei ist darauf zu achten, dass die Quellen der Daten für Stichproben während der Prüfung vollständig in der geforderten Detailtiefe zur Verfügung stehen.

  • Optimierung des Maßgeblichen Stromverbrauchs (MSV) durch Prüfung auf „Änderung des Anlagenumfangs“ und auf „Wesentliche Kapazitätserweiterung“ ist erfolgt

Näheres dazu im GALLEHR+PARTNER CO2 Infobrief 01-2015

  • VPS ist installiert, Kommunikation getestet und Postfach ist freigeschaltet

Bei der Installation der Virtuellen Poststelle der DEHSt ist auf kompatible Betriebssysteme zu achten.

  • Erfassung der Daten im FMS ist vollständig erfolgt (unter „Prüfung“ fehlt kein Wert)

Zur Nutzung des Formular Management Systems der DEHSt steht ein Handbuch zur Verfügung. Hier ist insbesondere darauf zu achten, dass alle notwendigen Formulare eingefügt sind. Einige Formulare ergeben sich erst sehr spät.

  • Kompatibles Kartenlesegerät ist vorhanden und installiert

Für das Signieren von Nachrichten in der VPS ist ein kompatibles Kartenlesegerät erforderlich.

Auf der Website der DEHSt finden sich weitere Hinweise zur Aktivierung und Freischaltung

  • Qualifizierte elektronische Signatur ist getestet

Wir empfehlen nach Abschluss der Installation und Freischaltung aber vor der Übertragung des Antrags eine signierte Testnachricht innerhalb der VPS Anwendung an die DEHSt zu schicken. Sie werden sicherlich Antwort bekommen, ob die Kommunikationsstrecke funktioniert.

  • Bearbeitungsrechte für die Anträge sind an den beauftragten Wirtschaftsprüfer übertragen

Innerhalb des Formular Management Systems übergeben Sie das Bearbeitungsrecht des vollständig ausgefüllten Antrags an den beauftragten Wirtschaftsprüfer, damit er mit seiner Prüfung beginnen kann.

  • Geprüfte und signierte Beihilfeanträge über VPS erhalten

Nach erfolgreicher Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer finden Sie in Ihrem Posteingang der VPS eine elektronisch signierte Nachricht mit dem Antrag im Anhang.

  • Endkontrolle der geprüften Zuteilungsanträge ist durchgeführt

Sie können den geprüften Anhang aus der Nachricht des Wirtschaftsprüfers zur eigenen Prüfung exportieren, ohne die Signatur zu brechen.

  • Geprüfte Beihilfeanträge sind an DEHSt über die VPS mit zusätzlicher Signatur signiert weitergeleitet

Um den Anhang bei der DEHSt einzureichen leiten Sie die elektronisch signierte Nachricht des Wirtschaftsprüfers inklusive des Anhangs mit Ihrer eigenen zusätzlichen elektronischen Signatur an die DEHSt weiter.

Oder… lassen Sie sich durch unsere erfahrenen Experten unterstützen

In gewohnter Qualität stehen Ihnen die Experten von GALLEHR+PARTNER gerne mit allen notwendigen Dienstleistungen zur Strompreiskompensation zur Verfügung:

Auf Wunsch wickeln wir für Sie auch die kompletten Aufgaben mit unserem Rundum Sorglos Paket inklusive der Erstellung sämtlicher Anträgen, Datenanalysen und Behördenkommunikation ab.